Im Interview mit Sabine Koll, Redaktion der Quality Engineering: Andreas Tietz

„Die Krise hat uns wachgerüttelt“

Messtechnik Dienstleister haben es in Zeiten der Covid-19-Pandemie schwer: topometric will laut Geschäftsführer Andreas Tietz die Krise als Chance nutzen, um sich neu aufzustellen. Dazu gehört eine breitere Branchenorientierung mit entsprechendem Vertrieb.

Herr Tietz, Topometric hat ein starkes Standbein in der Automobilindustrie. Die Branche war stark vom Lockdown betroffen. Außerdem befindet sie sich in einem strukturellen Umbruch, die OEMs sparen derzeit an allen Ecken und Enden. Wie stark bekommt das ein Messdienstleister zu spüren?

Tietz: Das Geschäft ist für uns derzeit tatsächlich schwierig. Wir haben in den vergangenen Jahren mehr als die Hälfte unseres Umsatzes mit der Automobilindustrie gemacht, sind mit der Branche gewachsen. Davon ist nun vieles mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie weggefallen. Einige Kunden haben von heute auf morgen langfristige Abrufe pausiert oder reduziert, sodass wir uns im März und April gefragt haben: Wie weit geht es noch nach unten?

Waren das Messdienstleistungen beim Kunden vor Ort oder auch bei Ihnen im Haus?

Tietz: Das betraf und betrifft beides, aber speziell in der Dienstleistung wurden Aufträge gestoppt. Dieser Markt ist nicht nur für uns rigoros eingebrochen. Das ist auch nachvollziehbar, denn viele unserer Kunden haben durch den Lockdown keine Teile mehr fertigen können, weil Lieferketten unterbrochen waren. Und wenn man nichts fertigen kann, muss auch nichts gemessen werden. Da ist uns erstmal bewusst geworden, wie vernetzt unsere Arbeitswelt ist.

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